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Anwendung neuartiger Magnetoresistiver Sensoren in der Geophysik
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In den letzten zehn Jahren wurden die zur Verfügung
stehenden magnetoresistiven Technologien so weiterentwickelt, daß es heute
möglich erscheint, auch sehr schwache Magnetfelder mit diesen Sensoren zu
erfassen. Dies macht sie interessant für eine reihe geophysikalischer
Anwendungen, bei denen heute andere Sensortechnologien zum Einsatz
kommen:
Erforschung des interplanetaren Magnetfeldes. Die meisten der heute im
Sonnensystem befindlichen Sonden sind mit Fluxgate-Magnetometern
ausgestattet, mit deren Hilfe das von der Sonne ausgehende Magnetfeld und seine
Interaktion mit den Feldern der Planeten erkundet wird. Die Feldstärken, die
hier gemessen werden sollen, liegen im Bereich von 0.1-40 nT.
Planetare Magnetfelder. Nicht alle Planeten besitzen ein starkes
magnetisches Dipolfeld, wie die Erde eines aufgrund des Dynamo-Effektes
ausbildet. Vorbeiflüge der Voyager-Raumsonden haben gezeigt, daß z.B. Mars kein
solches Dipolfeld besitzt, was bedeutet, daß sein Dynamo derzeit inaktiv ist.
Lande-Missionen wie die Viking-Sonden in den 70er Jahren und der Mars
Pathfinder im Jahr 1997 sowie die Global Surveyor Sonde, ein Orbiter, der 1999
gestartet wurde, belegen aber das Vorhandensein remanenter Magnetfelder in
Oberflächengesteinen. Bisher durchgeführte Lande-Missionen hatten kein
Magnetometer an Bord. Für diese aufgabe ist die Größe des Sensors der
entscheidende Parameter. Bislang sind Fluxgate-Sensoren die übliche Technologie
für diese Anwendung.
Das Erdmagnetfeld. Bei gängigen Explorationsverfahren werden aufgrund von
Variationen des Erdmagnetfeldes oder eines künstlich erzeugten Magnetfeldes im
Boden induzierte Effekte dazu genutzt, Leitfähigkeitsunterschiede zu
detektieren und daraus Modelle für die Struktur des Untergrundes abzuleiten.
Anwendungen für diese Verfahren finden sich sowohl in der Wissenschaft als auch
im kommerziellen Bereich bei der Suche nach Öl und Gas. Auf diesem Gebiet werden
heute vorzugsweise Induktionsspulen-Sensoren eingesetzt.
Die Ergebnisse meiner Diplomarbeitt werden in Kürze hier verfügbar
sein.
Projektpartner:
Institut für Geophysik und Meteorologie:
Prof. Dr. Karl-Heinz Glaßmeier
Institut für Elektrische Meßtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik:
Prof. Dr. Jörn-Uwe Varchmin
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Robert Schwebel.
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Letzte Änderung:
2005-04-12 20:10:59
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